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Am 18. September trafen sich mehr als 30 Personen, um in Ruhe und voller Würde Regula Stehli Schär zu gedenken! Es war ein warmer und angenehm sonniger Samstagnachmittag, an welchem wir Erinnerungen an Regula austauschen konnten; mit Lachen und Weinen!

Vielen Dank an Euch alle, welche da waren!

Gerne möchten wir Euch in diesem Newsletter drei interessante und bereichernde Artikel schicken, wie auch einige wichtige Daten für die nächsten CWTACH Events.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Euch das Newsletter Team!

 

Aufwärmen vor dem Taijiquan-Training

Dies ist der 2. Teil (von 3) zum Thema Aufwärmen vor den Taijiquan Training. Barbara Lee und Marco Streuli haben sich die Mühe genommen, um uns Ihre Überlegungen dazu schriftlich mitzuteilen. Vielen herzlichen Dank an Barbara und Marco!

Was bedeutet Aufwärmen im Taiji für mich? (von Barbara Lee)

Als Taijipraktizierende und - unterrichtende, Sportlehrerin und Therapeutin, ist es mir wichtig, dass ich mit den Übungen den Leuten über das Taiji hinaus helfen kann, …

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Mein Aufwärmen vor Qi Gong, Kurzbeschrieb (von Marco Streuli)

Aufwärmzeit: 10-12 Minuten

Grundgedanken – Konzept nach dem coebi Konzept by Martin Schmid

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Jing – Qi – Shen – die Bedeutung der Kalligraphie auf den CWTACH T-Shirts und Sweater

Dieser folgende Artikel wurde von Daniela Wegmüller & Oliver Zimmermann erstellt. Der erfrischende Schreibstil, mit welchem sie ihre Recherchen zu diesem unendlich grossen Thema auf’s Papier brachten, möchten wir gerne mit Euch teilen! Herzlichen Dank an Daniela & Oliver für ihren Beitrag.

Mit der einfachen Frage "was bedeutet eigentlich das Schriftzeichen auf unserem Verbands-T-Shirt" öffnete sich uns ein grosser (Bedeutungs-)Raum. Nach den ersten Recherchen …

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Lehrertag für lehrzertifiziert Mitglieder des CWTACH vom Sonntag 14. November 2021

Den kommenden Lehrertag wird in diesem Jahr im Sansong in Olten stattfinden. Alfons Loetscher wird mit uns die Laojia durcharbeiten und in seinen Details erforschen lassen.

Anmeldefrist ist der 1. November 2021. Wir freuen uns auf diesen Tag!

zum Programm

 

MV des CWTACH Samstag 5. Februar 2022

Am 5. Februrar 2022 ist CWTACH Mitgliederversammlung geplant. Weitere Informationen werden folgen.

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Liebe Mitglieder, liebe Leser*innen

Distanz halten! Wie lange haben wir uns darin geübt! Zuerst waren es zwei Meter, dann eineinhalb. Weit über ein Jahr lebten wir mit dieser Regelung, haben sie verinnerlicht, haben die Vor- und Nachteile erkannt, genossen einerseits den uns zugestandenen Platz in öffentlichen Lokalen und bei Veranstaltungen und vermissten anderseits das Bad in der Menge, die Nähe, den direkten, physischen Kontakt. Auch im Taijiquan sind die Schranken gefallen, im Innen- wie auch im Aussenraum: mehr Teilnehmende können an Veranstaltungen teilnehmen und Partnerübungen sind wieder möglich, auch ohne Maske. Wie fühlen wir uns dabei? Sicher erhält nun unsere Eigenverantwortung einen höheren Stellenwert und auch die vielen Empfehlungen, wie wir unsere Gesundheit schützen können, bleiben bestehen. Dies wird uns jedoch nicht hindern, uns auf den Sommer zu freuen und da und dort auf ein Taiji-Sommerworkshop.    

Dass die Freude, gemeinsam zu Trainieren auch mit den Einschränkungen fast intakt war, zeigen uns die Feedbacks von Teilnehmenden am traditionellen Austauschtag am 13. Juni 2021 in Neuchâtel. Renata Mäusli, die den Anlass im Namen des Verbandes organisiert hat, berichtet darüber in folgendem Artikel. Gefreut hat uns, dass wiederum Taiji-Interessierte aus verschiedenen Landesteilen den Weg nach Neuchâtel gefunden haben. Dass es möglich wurde, französisch- und deutschsprechende Teilnehmende zusammenzubringen, ist ebenfalls Renata zu verdanken; unermüdlich übersetzte sie die zum Teil komplexen Erklärungen der Workshopleitenden. Dafür gebührt ihr ein grosses Dankeschön!  

Besinnlicher hingegen wird unser Gedenktag an die Meisterschülerin Regula Stehli-Schär sein; sie ist am 11. April verstorben (vgl. Newsletter April und Nachruf). Der für Samstag, 18. September 2021 organisierte Gedenktag soll allen Mitgliedern und Schüler*innen die Möglichkeit geben, sich in Olten, in Regulas (ehemaligem) Trainingsraum Sansong von ihr Abschied zu nehmen. Wir treffen uns um 16.00 an der Jurastrasse 17, Olten zu einem gemeinsamen Yifei Gong (https://chenxiaowang.com). Im Anschluss wird vom Verband ein Apéro offeriert. Bitte meldet Euch vorgängig für diesen Anlass (Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser.) an; es vereinfacht uns die Organisation. 

Wir können wir ein Taiji-Training beginnen? Welche Methoden bieten sich an? Wie wichtig ist das «Aufwärmen»? das «Warm-up»? Diese Fragen beantworten verschiedenen CWTACH-Lehrer*innen auf sehr unterschiedliche Weise. Auf unserer Webseite findet ihr eine Reflexion und Empfehlung von Cate Wallis Wie beginne ich eine Taiji-Lektion oder das «Stimmen des Instruments» und Alfons Lötscher Meine Gedanken zum Aufwärmen im Tajiquan. Das Thema wird uns auch im nächsten Newsletter beschäftigen. 

Wir wünschen Euch allen heitere und stimmige Sommertage!

Für den Vorstand CWTACH

Roberta Weiss

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laojia einfuehrung

Am 27. und 28. Oktober führt der CWTACH Verband das erste Mal einen Einführungsworkshop der Laojia Form durch. Dieser ist für Anfänger sowie Übende, welche mit den Basisübungen vertraut, sind eine hervorragende Gelegenheit die Langform des Chen Taiji Stiles kennen zu lernen.

Er findet in den Bündner Bergen in Tschiertschen, 15 min von Chur entfernt, statt. Wir werden schrittweise Figur für Figur üben und wiederholen. Die einzelnen Figuren werden vorgezeigt und dann zusammen mehrmals wiederholt. Zwischendurch werden Fragen beantwortet und Korrekturen vorgenommen. Am Abend gibt es noch ein gemütliches Beisammensein bei einem Fondue.

Im Anhang findest du den Flyer des Workshops. Wir würden uns freuen auch dich an diesem Anlass zu treffen. Anmelden kannst du dich Online auf unserer Webseite oder unter Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser..

2018 Flyer Laojia Tschiertschen 1 2018 Flyer Laojia Tschiertschen 2

Workshops

Pièces jointes
2018 Flyer Laojia Tschiertschen.pdf [2.5Mo]
Téléchargé Vendredi 28 Septembre 2018 par CWTACH Verband

In diesem ersten Seminar zum «Cannon of the Chen Family Taijiquan» bot uns Daniel Stehli eine Starthilfe in die Lektüre des umfangreichen und komplexen Lebenswerks des Taiji-Grossmeisters Chen Xin (1849-1929, 16. Generation de Chen Familie) und machte uns mit den wichtigsten Grundgedanken des Taijichuan, des Daoismus und ganz allgemein mit dem chinesischen Weltbild vertraut. Das Buch von Chen Xin erschien 1917 in chinesischer Sprache; 2007 wurde das Werk erstmals (von Alex Goldstein) ins Englische übersetzt, und das erste (von drei) Büchern liegt nun seit 2016 auch in einer sehr ausführlich kommentierten deutschen Version vor. Da einiges in der englischen Fassung etwas unglücklich oder irreführend übersetzt wurde, hält sich Daniel Stähli an das chinesische Original und führte uns – mit vielen Illustrationen und praktischen Beispielen sowie weiterer erläuternden Texten – Schritt für Schritt durch die komplexe Materie.

«The illustrated Cannon of the Chen Family Taijiquan» gilt als Standartwerk für alle, die Taijiquan unterrichten und üben. Wir finden darin eine ausführliche Einführung in die philosophischen Hintergründe des Chen Taijiquan mit Querbezügen zum Daoismus und zum Yi Jing. Begleitet wird der Text von über 400 Illustrationen und Diagrammen wie auch erläuternden Texten und Gedichten. Manches bleibt jedoch dabei ungeklärt und bietet entsprechend immer wieder Interpretationsräume. Der zweite Teil des ersten Buches beschäftigt sich mit den Meridianen und Akupunkturpunkten, verbindet in diesem Sinn das Taijiquan mit der Traditionellen Chinesischen Medizin. Im zweiten und dritten Buch geht es schliesslich um die Praxis des Taijiquan; dabei werden die einzelnen Positionen und Formen dargestellt, mit dem entsprechenden Energieverlauf im Körper, dem Qi-Fluss in Verbindung gebracht und ausführlich kommentiert.

Zum Auftakt der Lektüre finden wir ein Gedicht, ein Lied von Chen Pan-Ling (1892-1967, nicht in der Linie von Chenjagou). Darin wird die Entstehung von Himmel und Erde aus dem Wuji, dem ultimativem Nichts geschildert, in dem das Yin-Yang und das Taiji-Motif enthalten sind und das «Milliarden von Dinge vollendet». Himmel und Erde sind folglich aus dem nicht Existierenden entstanden; sobald sie jedoch existent sind, können daraus Milliarden von Dinge entstehen. Wichtig ist in dieser – im Daoismus wurzelnden – Entstehungsgeschichte, dass hier, im Unterschied zur westlichen Vorstellung, kein Schöpfer am Werk ist. Vielmehr soll sich die Welt aus dem Ur-Qi, dem Chaos, entwickeln und sich darin wieder auflösen Dies ist schliesslich der ewige Lauf der Dinge. . Auch jedes menschliche Wesen trägt das Taiji-Motiv in sich. In Bezug auf die Taiji-Praxis könnte man daraus ableiten, dass die Fähigkeiten des Taiji im Nichts wurzelt. Doch sobald wir sie in uns entdecken, herauslocken, die inneren Veränderungen wahrnehmen, Formen üben und anwenden wird klar, dass unsere nicht genutzten Gedanken und Fähigkeiten existent geworden sind. Anderseits ist jedoch wichtig, dass nicht das Sichtbare massgebend ist, im Gegenteil: interne Bewegungen, Veränderungen sollten schliesslich unsichtbar werden. Was als Farbe bekannt ist, ist schliesslich farblos und das Farblose ist farbig. Der leere Kreis zeigt all dies auf.

wujiWuji, das absolute Nichts, die Leere, im Daoismus das Nichtnennbare, wird als leerer Kreis dargestellt. Das Nichts beinhaltet jedoch gleichzeitig auch alles. Dies entspricht genau der Taijiquan Praxis: der Ursprung der Fähigkeiten ist das Nichts, aber nachdem wir ein paar Techniken gemeistert haben und anwenden können beginnt die Erarbeitung (Kultivierung) des Zustandes vom "nicht gedachten Denken" (nicht nutzen der Gedanken und des Geistes), dem Wu Xin. Wu Xin ist der Zustand, in dem die inneren Veränderungen das Sichtbare ersetzen ohne den Weg aus den Augen zu verlieren. Das Symbol des Kreises verweist aber auch bereits auf eine Trennung; das Innere trennt sich vom Äusseren; beide Elemente sind von Bedeutung auf dem Weg zur Vollkommenheit. In Bezug auf den Taiji-Weg könnte man sagen, dass der Impuls von Aussen – beispielsweise von einem Taiji-Lehrer – kommt, der den Weg der Praktizierenden begleitet. Wer nur für sich selbst, vielleicht sogar selbstzufrieden trainiert, könnte auf Irrwege geraten, die Kontrolle, die Mitte verlieren und das Taiji-Ziel nicht erreichen. Selbstbeurteilung allein genügt folglich kaum. Wer sich anderseits nur nach anderen orientiert, sich nach andern richtet, sich mit anderen misst (Kampf) und sich keinen Raum für die Selbsterfahrung und die Meditation (z.B. Standing) nimmt, könnte ebenfalls aus dem Lot geraten. Der Autor des «Canon» verweist auf die Zeit nach dem 1. Weltkrieg, in der er selbst gelebt hat. Einige haben damals einen hohen Grad in der Kampfkunst erreicht, doch haben sie die Ethik zu wenig berücksichtigt, sind Laster verfallen und vom Weg abgekommen. Ziel des Taiji ist folglich, die goldene Mitte zwischen Innen und Aussen zu finden. Wichtig ist für den Taiji-Übenden die Theorie zu kennen, täglich Taiji zu üben und das Training zur Lebensaufgabe zu machen. Immer wieder – insbesondere als Einleitung zu einem neuen Buch oder Kapitel - wendet sich der Autor mit Ratschlägen und Anweisungen direkt an die Leserschaft.

jinjang Als zweites wichtige Symbol wird das Yin-/Yang-Zeichen eingeführt, das Diagramm der ultimativen Extreme, des Taiji. Die graphische Darstellung kann als Denkmodel mit zwei entgegengesetzte Kräfte betrachtet werden. In beiden entgegengesetzten Kräften ist wiederum die andere Kraft im Kern enthalten. Um auch diesen Gedanken darzustellen, wird im – dunklen - Yinbereich jeweils ein schwarzer Punkt als Kern des Yang eingefügt und umgekehrt. Yin und Yang, öffnen und schliessen, weich und hart, einatmen und ausatmen, voll und leer, etc.: Wer Taiji übt, sollte sich bewusst sein, dass bei jedem Einatmen das Ausatmen vorausgeht oder mitgemeint ist, bei jedem Öffnen das Schliessen, u.s.w.; grundsätzlich beinhaltet jede Bewegung die Gegenbewegung.

Auf die Erläuterungen zu den obigen beiden Symbolen folgen Erklärungen zu numerologische Darstellungen mit Bezug zum Buch der Wandlungen (Yi Jing), anschliessend Erklärungen der acht Trigramme und die daraus entwickelten sehr komplexen 64 Hexagramme.

Daniel Stehli geht im Anschluss detaillierter auf die Darstellungen zur Qi-Bewegung ein, erklärt das Meridian-System mit Querbezügen zur Traditionellen Chinesischen Medizin und die – auch für das Taiji wichtigen – Akupunktur-Punkte.

Wissenswertes