Eine Einführung mit Helmut Magel

SAMSTAG, 1. JULI 2017 09:30 – 17:30 UHR

Bis 15. Mai 2017 Earlybird Rabatt!

Praktiziert mit Eifer und unermüdlich, dann verbinden sich sämtliche Gelenke miteinander, und die Fünf Speicherorgane werden gefestigt und gestärkt. Das innere Qi tritt nicht nach außen, das äußere Qi gelangt nicht nach innen, Kälte und Wärme greifen nicht an, und selbst Säbel und Soldaten vermögen keinen Schaden zu bewirken.

Alle Nahrungsmittel sind eine Form von Energie. Diese zu erkennen, einzuschätzen und für ein Leben in Gesundheit nutzbar zu machen, das wird Ihnen Helmut Magel mit über 30 Jahre praktischer und theoretischer Erfahrung anschaulich und lebendig nahe bringen. Es heißt, die Chinesen arbeiteten, um zu essen, statt - wie die Europäer - zu essen, um zu arbeiten.

Einfache konkrete Beispiele von Nahrungsmitteln und Speisen sollen das Gesunderhaltende mit dem Genuss verbinden. Genau so wichtig sind die Atem-Energie und die körperliche Bewegung.

Auswahlkriterien für Speisen und Getränke sind deren Geschmäcke und Thermik. Der Geschmack zeigt uns an, auf welches Organsystem das Nahrungsmittel wirkt. Die Thermik sagt etwas darüber, ob ein Nahrungsmittel wärmend oder kühlend auf den Organismus wirkt. Die Anwendung dieser Erkenntnisse entscheidet darüber, ob eine Speise geeignet ist, »selbst Säbel und Soldaten« abzuwehren. Weiterhin zählt, ob etwas geschmort, im Dampf gegart oder roh gegessen wird. Und Genuss und gute Verdauung bedarf gewisser Ruhe beim Essen – und nicht „to go“.

Das Seminar wird Ihnen einen anschaulichen Einblick in die Grundlagen chinesischer Diätetik geben. Lassen Sie sich anregen, um zu Hause mit Freude und Neugier einiges davon (aus) zu probieren.

ANMELDUNG UND WEITERE INFOS: WWW.CWTACH.CH

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Am 4. März fand die 6 CWTACH Mitgliederversammlung (MV) statt. Wiederum wurden interessante Themen kontrovers und heiss diskutiert. Abgerundet wurde die Versammlung einmal mehr mit einem ausgezeichneten Apéro. Im Anhang findest Du den Jahresbericht 2016, welcher an der MV vorgestellt und abgesegnet wurde. Der Vorstand freut sich auf ein spannendes 2017.

zimmermann1«Das Buch der Wandlungen denkt nicht nach und tut nichts, sondern ist in Stille regungslos. Regt man es aber an, dann erfolgt eine Durchdringung aller Gegebenheiten auf Erden. Wäre es nicht das geisterfüllteste auf Erden, wie könnte es dann ein solches hergeben?

Das Buch der Wandlungen ist es, wodurch der Berufene bis in die grössten Tiefen dringt und dadurch alles im keimhaften Zustand erfasst. Nur aufgrund der Tiefen kann er die Bestrebungen auf Erden durchdringen. Nur duch das Erfassen des keimhaften Zustandes kann er die sich ergebenden Aufgaben auf Erden bewerkstelligen». (Aus «Grosse Abhandlung», Teil 1, Kap. 10, in Wilhelm S. 291f.)

und ein Fazit daraus von Georg Zimmermann: «Aus einem Sonnenblumensamen kann keine Rose entstehen!»

Vieles wurde am heutigen Tag dieser reichen Weiterbildung ausgetauscht, gelehrt und veranschaulicht. Im Namen des cwtach Verbandes danken wir Georg Zimmermann für sein engagiertes, fundiertes und persönliches Weitergeben seines Wissens und seiner Erfahrungen!

Stimmen der TeilnehmerInnen

«Eine sehr komplexe Materie verständlich, humorvoll und in entspannter Atmosphäre vermittelt. Inspirierend und lustvoll das Ganze. Herzlichen Dank für den bereichernden Tag!» Roberta

«Interessante und verständliche Einführung ins I Ging» Johanna

«Es war eine schöne, interessante Einführung ins I Ging und hat für einen guten Ueberblick gesorgt. Vielen Dank!»

«Sehr gut!» Daniel

«Sehr spannend, sehr interessant, sehr theoretisch. Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass es für mich zu kompliziert ist, es nachzuvollziehen.»

Aber vielleicht mit der Zeit und der Ruhe zuhause, werde ich es höchstwahrscheinlich mal ausprobieren.» Jacinta

«In kurzer Zeit einen guten Ueberblick über das I Ging erhalten; gute anschauliche Beispiele von Hexagrammen; interessanter Praxisbezug; humorvolle Annäherung an dieses doch sehr komplexe Thema.» Christof

«Viele Informationen zu einem komplexen Thema von einem sehr kompetenten Referenten, Georg Zimmermann.»

«Wie beim Praktizieren von Taijiquan durfte ich an diesem Einführungstag feststellen, dass die Rückkehr zur «Basic» wertvoll ist und Klarheit bringen kann.

«Ein toller Kurstag! Vielen Dank» Regula

«Dichter und spannender Einblick in ein jahrhunderte/jahrtausende altes Wissen. Danke! Ein Minimum an Anfängerwissen wäre vorteilhaft.»

«Der Kurs mit Georg war ein bereicherndes Erlebnis, welcher aus meiner Sicht das I Ging lebt und dabei seine einfühlsame Person miteinbringt.

«I Ging, ein anderer Weg, Anregungen für’s eigene Leben zu erhalten!» Renata

Weiterführende Literatur

«I Ging – das Buch der Wandlungen» – neu übersetzt und kommentiert von Georg Zimmermann, Patmos Verlag

«I Ging – Das Buch der Wandlungen», Richard Wilhelm, Diederichs Verlag

Weitere interessante Informationen findet Ihr auf der Internetseite von Georg:

http://www.iging-tao.ch

Jahresagenda

Zudem möchte ich eine Jahresagenda vorstellen, welche mich seit nun schon mehreren Jahren begleitet. Sie wurde vom bekannten Feng Shui Lehrer Dominik F. Rollé aus Luzern entwickelt.

«Sternstunden …». Darin werden verschiedene bewährte astrologische Systeme integriert, unter anderem das I Ging: das I Ging als Jahreshexagramm und als Tageshexagramm. So hat zum Beispiel unsere heutige Weiterbildung unter dem Hexagramm «62. Die Sorgfalt» stattgefunden!

«Jahreshexagramm von 2016»:

23. Die Verschlechterung – in Zeiten des Zerfalls den Seelenplan erinnern

«Nach dem I Ging Kalender wird es 2016 wichtig sein, sich im Angesicht von Gegendruck und Auflösung zu bewähren. Korruption und Manipulation können nun starken Auftrieb erhalten und jeden gut gemeinten Impuls im Keim ersticken. Statt gegen den Zerfall anzukämpfen, sollte man nun den rechten Moment nutzen, um sich aus zwielichtigen Verbindungen zu befreien. Das schliesst mit ein, sich von den eigenen Negativprogrammen zu lösen und sich an seinen Seelenplan zu erinnern.»

mehr dazu findet Ihr in der Agenda oder auf der untenangefügten Internetadresse:

http://www.lebensraum-fengshui.ch/bucher/ 2016 hat’s ja in sich...!

oder ein Gratis-Webinar zu Sternstunden:  https://www.sofengo.de/w/160448

und über die Jahresthematik 2016: https://www.youtube.com/watch?v=IgQ7G_DzFcM

Ich wünsche Euch ein wandlungsreiches und lebhaftes Erforschen dieses reichen Weisheitsbuches!

Renata Mäusli

Im Jahr 1998 kreierte Grossmeister Chen Xiaowang eine Taijiquan-Kinderform für Jonas, Regula und Daniel Stehli-Schär’s Sohn. Seitdem vermittelt Regula Taijiquan an Kinder und Jugendliche und hat schon einiges an Erfahrungen sammeln können. Während drei bis vier Jahren gab sie einer Gruppe von 10 Kindern Taijiquan-Unterricht. Ihr Sohn war da mit dabei. Und später dann begann sie wiederum mit einer neuen Gruppe.

Vor ca 5 Jahren wurde der Verein «sansong kids» gegründet. Regula hat dort die Rolle der Präsidentin. Nebst dem Taiji-Unterricht hat der Verein weitere Schwerpunkte: Einblick in die Kultur China’s, Sommerwanderungen mit Picnic dienen dem gemeinschaftlichen Beisammensein, Verkauf von Kuchen für einen finanziellen Zustupf, Elternvorstellungen, Vorführung während der Einweihung der Taiji-Schule Sansong in Olten. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein weiterer und wichtiger Schwerpunkt.

Am Samstag, 3. September 2016 habe ich das Vergnügen bei einer Lektion der «sansong kids» dabei zu sein. Es ist ein sonniger Tag. Deswegen lässt Regula die Kinder in den Stadtpark in der Nähe der Taiji-Schule Sansong kommen. Es ist schon fast 10 Uhr und die Kinder versammeln sich nach und nach beim Treffpunkt. Vier Mädchen und vier Knaben, zwischen 9 und 12 Jahren, haben sich an diesem Tag für’s Taiji auf einem Pétangue-Platz eingefunden. In diesem Wochenkurs sind einige Kinder seit 6 Monaten dabei, andere schon während einigen Jahren.

Nach einigen Minuten Aufwärmübungen wird gleich ein Standing angefügt. Es wird von Regula’s ruhiger Stimme angeleitet und dies ermöglicht sichtlich den Kindern, sich in die Standing-Stellung zu versetzen. Regula begibt sich sogleich von einem zum andern Kind und unterstützt es mit feinen Korrekturen, wie ein Heben eines Kinns, Aufrichten eines Rückens oder einer feinen Berührung. Die Ruhe kehrt in und um die Kinder ein. Die Spaziergänger im Park verlangsamen ihren Schritt und beobachten diskret die ruhig stehenden und zufriedenen Kinder. Das Standing dauert nur einige Minuten. Regula ist es wichtig, dass das Trainieren in erster Linie Freude machen soll. Aus diesem Grund versucht sie, so gut wie möglich, jeglichen Stress oder Widerstand zu vermeiden. Und doch ist die Konzentration und die Ernsthaftigkeit spürbar. Auch dies ist Regula ein Anliegen.

Die Lektion geht weiter mit verschiedenen Uebungsteilen: zuerst Dehnungen (die Affenhocke – Spreizhocke), Qigong-Übungen, die Taiji-Kinderform, spielerisch und lebendig. Danach wird die Laojia Paochui von Regula und einer langjährigen Schülerin vorgezeigt. Und es geht weiter mit der Säbelform. Während des ganzen Uebens nähert sich Regula jedem einzelnen Kind mit Feingefühl und korrigiert sanft. Unterdessen ist schon fast eine Stunde vergangen. Die Kinder begeben sich auf eine Linie, um die Lektion mit dem Taiji-Gruss abzuschliessen. Danach verabschiedet Regula sich von jedem Schüler einzeln mit einem Händedruck, bevor die Kids sich in alle Richtungen zerstreuen.

Auf einer Terrasse eines Restaurants, vor einem Pfefferminztee (mit Zitrone und mit ein wenig Zucker!), erzählt mir Regula, dass sie mit Unterstützung von GM Chen Xiaowang ein Zertifikats-System für die Junioren einführen konnte. Die Kinder machen eine Prüfung im Beisein des GM oder von Chen Yingjun. Es geht darum, dass sie in erster Linie die Kinderform vorzeigen können. Erst danach können sie sich an die Prüfung der Säbelform anmelden. Diese, wie auch die Laojia Paochui, das Standing und Reeling Silk, werden im Training vom Donnerstag-Abend geübt. Nach der Paochui-Zertifizierung schenkt Regula jedem Kind ein Taiji-Kleid.

Der fundierte Aufbau der Taiji-Kurse für Kinder bezweckt ein Aufsteigen in die Erwachsenen-Kurse. Doch die Pubertät, der Lehrbeginn oder das Studium verhindern sehr oft das nahtlose Weitermachen. Und dennoch kann Regula einige der Jugendlichen manchmal Jahre später in ihren Kursen wiedersehen.

Als Pädagogin stellt sich Regula mehrere zusätzliche Fragen: Hat der Wettkampfgedanke im Taijiquan für Kids seinen Platz? Laut GM Chen Xiaowang :  «Der simple Gedanke, gewinnen zu wollen, verhärtet» ; im Buch «Kinder in Balance» wird dies anders vertreten : «der Wettkampfgedanke stärkt die Kinder, auch wenn sie verlieren».

Eine weitere Frage : «Wie können die Jugendlichen motiviert werden, ihre Taijiquan-Praxis weiterzuführen?» bleibt zentral, wie auch die Frage, der Art und Weise des Einführens ins Tuishou.

Taijiquan für Kids ist und bleibt eine Herausforderung und Regula hat sich dieser mit Freude und Engagement gestellt. Sie hat eine Lernatmosphäre geschaffen, wo Vertrauen, Zusammengehörigkeit, gegenseitiger Respekt und Ruhe das Fundament bilden. Mit grosser Begeisterung war ich an diesem Uebungsmorgen mit dabei.

 

Es wäre eine Illusion zu glauben, dass die Taijiquan übenden Kinder in Olten mit chinesischen Kindern zu vergleichen wären. Ein Kind aus China, welches ins Taijiquan eingeführt wird, lernt dies mit seinem kulturellen Hintergrund, wo das Gruppengefüge und die Gemeinschaft im Vordergrund stehen. In der Schweiz steht das Individuum im Vordergrund. Doch geht es mir hier nun nicht darum, die einzelnen Kulturen gegeneinander auszuspielen, sondern nur um eine Feststellung. Für unsere Kinder ist es sicherlich schwieriger, sich in ein diszipliniertes und ganz synchronisiertes Bewegen von Abläufen einzubinden als dies für die kleinen Chinesen der Fall ist.