Rückblick, Eindrücke und Erfahrungen von Renata Mäusli

Austauschtreffen Juli 21 01

Das 4. CWTACH Trainings- und Austauschtreffen war seinem Namen in der diesjährigen Ausgabe mehr als gerecht. Es fand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmer*innen und den Lehrpersonen statt.

Die Themen des Morgens («Stehende Säule und Seidenfadenübungen aus der Sicht der klassischen Texte» mit Alfons Lötscher und des Nachmittags («Wie trainieren wir korrekt Taijiquan?» mit Barbara und Jaewoo Lee) konnten nicht nur auf dem Papier in Verbindung gebracht werden, sondern auch spontan und intuitiv während des Tages durch die Lehrpersonen. Alfons Lötscher und Barbara und Jaewoo Lee konnten sich gegenseitig ergänzen und durch ihr Vokabular und ihre Art, Worte, Bilder und Metaphern einzubringen, den Tag bereichern.

Austauschtreffen Juli 21 02Austauschtreffen Juli 21 03austausch treffen 20 04

Fragen wie: «Wie soll ich nun diese Spiralkraft verstehen?»

«Was ist eigentlich der wirkliche Sinn und Zweck des Standings?»

«Wie kommt es, dass oft im Reeling Silk die Bewegungssequenzen gezählt werden?.1 – 2 – 3 – 4?»

«Wie kann ich in meinem Körper Kraft entwickeln?»

«Wann und wie findet im Reeling Silk Laden und Entladen statt?»

…fanden Antworten! Herzlichen Dank an Alfons, Barbara und Jaewoo.

Die TeilnehmerInnen haben mich durch ihre Aufmerksamkeit, ihre Konzentrationskraft, ihre Ungezwungenheit und Leichtigkeit berührt und beeindruckt! Sie haben durch ihre Fragen den Trainings- und Austauschtag lebendig und den Tag zu einem sinnvollen Event gemacht.

Chen Stil Taijiquan unterscheidet sich von anderen Praktiken durch seine ganzheitliche Bewegungsabfolgen, in welchen die konstante Wandlung in der Spiralform, erlebbar und begreifbar gemacht werden. Die Spiralkraft ist überall in unserer Existenz da!

Um ehrlich zu sein: ich frage mich immer wieder, warum ich eigentlich Chen Stil Taijiquan praktiziere und keine andere Form von Aktivität… Ich glaube, dass ich dazu am 13. Juni 2021 einige Antworten in mir gefunden habe!

Eindrücke und Rückmeldungen von 3 Teilnehmenden der Workshops

Am Sonntag, 13. Juni, habe ich am Nachmittag am Kurs „Wie trainieren wir korrekt Taiji?“ teilgenommen. Der vom Verband CWTACH veranstaltete Kurs wurde von Barbara Gehring aus Bern geleitet.

Barbara, die als Sportlehrerin eine Leidenschaft für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers hat, hat es bestens verstanden, uns durch eine sehr detaillierte und spielerische Herangehensweise den Kreislauf des Chi und seine unzähligen Vorzüge erfahren und erleben zu lassen.

Wir haben gesehen, wie wichtig es ist, das Dantian loszulassen, wie man sich verankert, wie man die Öffnungs- und Schliessbewegungen ausführt, um dann die Wirkung der Spirale, die in allen Bewegungen des Tai-chi inneliegt ist, zu erleben.

So viele Elemente, die es meinem kartesischen Verstand erlaubt haben, zu verstehen und zu fühlen, wie dieses Chi erzeugt wird, insbesondere um diese Kraft des "Fajin" freizusetzen, von der so oft die Rede ist! Das Bild der Feder, die sich in einer spiralförmigen Bewegung streckt und entspannt und dabei ihre Kraft aus der Verankerung zur Erde zieht, um sie in einer rotierenden Öffnungsbewegung zu vervielfachen, hat mir sehr gut gefallen.

Vielen Dank an Barbara, dass sie ihr Wissen mit uns geteilt hat und an den CWTACH, der uns dieses Training angeboten hat.

Anke Gafner

Entspannte Atmosphäre, lächelnde und freundliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ich habe Alfons Lötschers Erklärungen des Seidenfadens mit dem Bezug auf die alten Texte sehr geschätzt. Als Neuling möchte ich jetzt noch viel mehr über Taiji im Allgemeinen erfahren.

Die Übungen, die wir gemacht haben, waren interessant, erfordern aber hohe Konzentration, was nicht immer einfach ist. Das Standing, wie wir es geübt haben, war wegen seiner Dauer körperlich anstrengend, aber es hat mir erlaubt, mir meiner Empfindungen wirklich bewusst zu werden.

Ich war beeindruckt von der überwältigenden Energie von Barbara Lee Gehring. Der Nachmittag in ihrer Gruppe war sehr interessant. Die Auseinandersetzung mit den Bewegungen bestimmter Formen und die unermüdliche Wiederholung ermöglichen es, sie leichter zu assimilieren.

Hut ab vor Renata, die den ganzen Tag die Worte der Redner für uns Romands übersetzt hat!

Es wurden viele Dinge an diesem Tag erörtert und hat es mir grosse Freude bereitet, an diesem Kurs teilzunehmen. Als Anfängerin habe ich nun Lust, weiter zu üben, denn diese Disziplin bringt mir Wohlbefinden und Entspannung.

Vielen Dank an alle Organisatoren dieses Tages!

Marie-Laure

Die Ausbildung an diesem Sonntag war sehr bereichernd und dafür danke ich Barbara und Jaewoo Loo herzlich, ebenso wie den Leuten, die dieses Treffen organisiert haben. Die Freundlichkeit und die gute Stimmung ermöglichten es mir, mich bestens auf die vorgeschlagenen Übungen zu konzentrieren.

Die Bewegung aus dem Dantian mit der 'Erkenntnis', dass sich der Körper in Relation zu seinem eigenen Schwerpunkt bewegt, war eine Art Auslöser (obwohl ich das schon wusste...) und ich spürte, wie ich mich anders bewegte.

Die Vergleiche zwischen den Bewegungen aus dem Sport und jenen aus dem Taiji, die sanft ausgeführt werden, waren sehr interessant, z.B. die Bewegung des "Speers", und eine andere sehr belebende Übung, die mir bewusst werden ließ, dass der ganze Körper und nicht nur ein Teil des Körpers in Bewegung ist.

Nochmals vielen Dank!

Anita